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August 28

Viel Lob und viel Tadel für die besten Köche im Ländle

(openPR) - Der unabhängige Restaurantführer gusto erscheint pünktlich zu Beginn der Hauptreisezeit mit seiner neuesten Ausgabe für Deutschlands Feinschmecker-Hochburg Baden-Württemberg.

Hackbraten Rezepte auf http://www.hackbraten.com

Gusto macht wie jedes Jahr den Anfang: nicht erst im Herbst, sondern schon zu Beginn der Sommerferien, erscheint der handliche Reiseführer mit seiner neuen Ausgabe für das kulinarisch mit Abstand bedeutendste deutsche Bundesland. Kein Wunder also, dass die ersten aktuellen Bewertungen und Einschätzungen des Jahres von großem überregionalem Interesse sind und bereits von Köchen, Gastronomen und Feinschmeckern gleichermaßen sehnsüchtig erwartet werden. Wer hat sich verbessert? Wo hat die Küchenleistung nachgelassen? Wo kochen die Stars von morgen? Um diesen Dingen gewissenhaft und sachverständig nachzugehen, waren die gusto-Tester (keine ehemaligen Berufsköche, sondern international erfahrene Feinschmecker) wieder ein Jahr lang vom Bodensee bis in den Odenwald und vom Kraichgau bis zur Schwäbischen Alb unterwegs.

Die als stimmig und sehr verlässlich geltenden Urteile und Bewertungen des gusto-Führers werden von vielen Menschen, denen es beim Essengehen auf Qualität und Originalität ankommt, als Orientierungshilfe genutzt. Hauptaugenmerk wird auf die Qualität der Produkte, die handwerkliche Umsetzung, die Kreativität und Originalität der Küche, sowie auf das gebotene Preis-/Genuss-Verhältnis gelegt. Obwohl erst seit einigen Jahren in ganz Süddeutschland präsent, hat sich der Guide durch Sachkompetenz und klare Worte einen guten Namen gemacht und gilt in Fachkreisen als anerkannt. Renommierte, überregionale Medien, die sich regelmäßig mit der kulinarischen Gastronomi beschäftigen, attestieren den kritischen Einschätzungen des Führers große Beachtung in der Szene.


Dabei wird nicht unerheblich sein, dass gusto neben dem Michelin-Führer der einzige überregional erscheinende Restaurantguide hierzulande ist, in dem die Gastronomie ausnahmslos nicht werben darf. Sogar alle veröffentlichten Fotos sind rein redaktioneller Art und werden nicht von den jeweiligen Gastronomen bezahlt. Das wahrt Redaktion und Verlag die Unabhängigkeit und schließt bei der Beschreibung und Bewertung der Restaurants finanzielle Interessen aus. Die aufgeführten Betriebe werden regelmäßig anonym und ohne vorherige Absprache aufgesucht - die Rechnungen werden bezahlt. Erst mit Zusendung des aktuellen Erhebungsbogens erfahren die Gastronomen von der Aufnahme/Wiederaufnahme in den Führer. Eine Empfehlung in gusto kann von Seiten der Gastronomie also nicht erkauft, aber auch nicht verhindert werden.

Alle Restaurants, die nach Meinung der Testredaktion eine, in ihrer Kategorie, bemerkenswerte Küchenleistung bieten, werden bei gusto symbolisch mit Pfannen ausgezeichnet. Die Anzahl von 5-10 Pfannen gibt den Grad der Kochkunst wieder. Darüber hinaus sind auch zahlreiche Häuser ohne Auszeichnung aufgeführt, die dennoch eine ordentliche Küche aus frischen Produkten bieten, bzw. mit einem besonderen Konzept oder reizvollem Ambiente aufwarten. Neu sind seit diesem Jahr zusätzlich rund 300 preiswerte Hotels und Gästehäuser aufgeführt - ganz bewusst keine besonders luxuriösen Bleiben, sondern gediegene, gepflegte Unterkünfte mit einem besonders guten Preis-Leistungsverhältnis.

Der gusto-Führer weist generell nicht ausschließlich den Weg zu gehobenen Adressen, sondern führt auch einfache Gasthäuser auf, die eine saubere, ehrliche Küche aus guten regionalen Produkten bieten. Kleine Besteck-Symbole machen die Kategorien deutlich: vom einfachen Gasthof mit schlichter Ausstattung bis zum Gourmet-Tempel mit viel Luxus ist alles dabei. Darüber hinaus informieren Durchschnittspreise, aktuelle Zimmerpreise, Öffnungszeiten sowie Adressen mit Telefonnummern und Internetseiten den Leser über die wichtigsten Daten.

Außerdem finden Feinschmecker in der Ausgabe auch wieder die besten Wein- und Spezialitätengeschäfte in Baden-Württemberg und es sind die, nach Meinung der Redaktion, empfehlenswertesten Winzer und andere Spezialitäten- Erzeuger aufgeführt. Insgesamt empfiehlt gusto wieder über 500 Adressen.

Der 306-seitige Appetitanreger im Taschenbuch-Format ist ab sofort für 9,80 Euro im gut sortierten Buch- und Zeitschriftenhandel erhältlich, oder unter www.gusto-online.de zu bestellen. ISBN 978-3-938662-09-0


Die besonderen Auszeichnungen

Zum Koch des Jahres wurde Josef Bauer vom Landgasthof Adler in Rosenberg ernannt. In der Begründung heißt es: „Schon seit vielen Jahren gehört der immer bescheiden auftretende Josef Bauer zu den innovativsten Köchen des Landes. Und das obwohl, oder vielleicht gerade weil er so bodenständig ist. Seine äußerst aufgeschlossene, aber dennoch pragmatische Sicht der kulinarischen Dinge bewirkt kreatives Kochen auf einer überaus soliden Basis und hält zudem die stets nachhaltig begeisternden Kreationen in Deutschlands bestem Landgasthof frei von leeren Showeffekten und Manierismus. Der gelernte Landwirt hat stets ein waches Auge für die Weiterentwicklung der Küche und setzt moderne, teils sogar avantgardistische Akzente, ist aber ganz fest im Regionalen verwurzelt. Und heute besinnt er sich mehr denn je darauf, aus den reich vorhandenen heimischen Ressourcen zu schöpfen und läuft dabei aktuell zur
Höchstform auf. Für seine handwerklich perfekte, eigenständige, sehr produktorientierte und immer einfallsreiche Küche zeichnen wir Josef Bauer zu unserem diesjährigen Koch des Jahres aus".

Der Titel Aufsteiger des Jahres geht in diesem Jahr ins Remstal, genauer gesagt an Joannis Malathounis, der im Restaurant Malathounis im Winzerstädchen Kernen-Stetten kocht. "Mit sehr viel Individualität und Originalität", so die Begründung," interpretiert der schwäbische Grieche Joannis Malathounis die Küche seines Heimatlandes erfrischend anders und auf sehr hohem Gesamtniveau. Dass er sich dafür aus dem gesamten Mittelmeerraum inspirieren lässt und auch regionale Produkte mit einbezieht, macht die gänzlich unkonventionellen Kreationen nur noch vielseitiger. Der Einzelkämpfer am Herd bietet eine leichte Feinschmeckerküche, brilliert aber nicht mit der üblichen Edelproduktpalette, sondern vermag durch sehr sorgfältiges Handwerk und kulinarische Intelligenz auch einfachere Viktualien zu adeln. Weil er zudem seine eigenständigen Kochkünste in den letzten Jahren konstant weiterentwickelt hat und immer neue, spannende Akzente setzt, zeichnen wir ihn zu unserem diesjährigen Aufsteiger des Jahres aus".

Mit der neuen Auszeichnung Newcomer des Jahres hebt gusto künftig einen jungen Koch hervor, der als frischgebackener Küchenchef erstmals von sich reden macht. In diesem Jahr ist das Michael Winkle, der seit Ende 2007 für
die Kreationen im neuen Gourmetrestaurant von Feinkost Böhm in Stuttgart verantwortlich zeichnet. "Zum Lunch bietet er eine einfachere Küche, aber am Abend zeigt Winkle dann, was er unter Anderem bei Josef Sauerschell in
dessen Restaurant Es Racó d'es Teix auf Mallorca gelernt hat", heißt es. "Kompositorisch ist alles (noch?) recht klassisch gehalten, doch mit getrüffeltem Blumenkohl-Radieschensalat zu Hummer und Kalbsbries, köstlichen Rindermark-Crôutons zur Gänseleber oder einer ausdrucksstarken Wasabi-Hollandaise zum Kalbsfilet setzt er gekonnt Akzente und sorgt für frischen Wind in Stuttgarts Gastroszene".

Harald Wohlfahrt weiterhin der Beste

Die Höchstbewertung von 10 Pfannen wurde in diesem Jahr in Baden-Württemberg nur an einen Koch, bzw. ein Restaurant vergeben: Harald Wohlfahrt und dessen Schwarzwaldstube in Baiersbronn. Wenngleich dem Top-Koch auch unausgeprägte Innovationsbereitschaft angekreidet wird, so ziehen die gusto-Tester dennoch den Hut vor so viel makelloser, ausgewogener und bis ins letzte Detail durchdachter Perfektion.

Dicht verfolgt wird der Meister gleich von Dreien, wovon zwei in der unmittelbaren Nachbarschaft kochen: 9,5 Pfannen gab es zum Einen für Claus-Peter Lumpp vom Restaurant Bareiss, "...dessen Kreationen jüngst deutlich mehr Esprit attestiert werden konnte, und der selbst eine so erzkonservative Liaison wie Jakobsmuschel mit Spargel, Morcheln und Hollandaise von leichter Hand komponiert und mit dem perfektem Feinschliff versieht".

Jörg Sackmann mit seinem Gourmetrestaurant Schlossberg wird im neuen gusto ebenfalls wieder mit 9,5 Pfannen bewertet und als mit Abstand Kreativster unter den drei Baiersbronner Spitzenköchen bezeichnet. Die Tester schwärmen: "Im Mittelpunkt von Jörg Sackmanns Küche stehen ganz klar ausdrucksstarke Aromen. Und hier bedient er sich, frei von allen vermeintlichen Zwängen der Haute cuisine, aus aller Welt. Was zunächst nach kunterbunter Crossover-Küche klingt, präsentiert sich auf nahezu jedem Teller als perfekt ausgefeiltes Kunstwerk".

Auf selbem Gesamtniveau, nur eben lange nicht so innovativ, sieht gusto die Küche von Bernhard Diers aus der Zirbelstube in Stuttgart. "Dass Diers einen unaufgeregten, klassisch-eleganten Stil präferiert und nicht um jeden Preis auf jedem Teller originell oder innovativ sein muss, ist durchaus wohltuend. Zumal er sich nicht auf irgendwelchen Evergreens ausruht und bei nicht wenigen seiner Gerichte mit durchaus spannenden Akzenten aufwartet".

Erstmals kocht eine Frau unter den Top 10

Mit 9 Pfannen folgen in den Top 10 der baden-württembergischen Restaurants der Landgasthof Adler in Rosenberg ("Der Schalk sitzt Josef Bauer, unserem Koch des Jahres, schon im Nacken, wenn er als kleinen Küchengruß ein rustikales Brotzeitgericht wie Leberkäs mit Kartoffel-/Gurkensalat schickt und schon wenig später die Gaumen der Gäste mit subtilen, ausgefeilten Aromenspielen herausfordert"), die Zirbelstube in Bad Mergentheim mit Küchenchef Hubert Retzbach ("Die Viktualien stehen hier beeindruckend im Mittelpunkt. Keine kreativen Mätzchen, keine Effekthaschereien, keine noch nie da gewesenen Kombinationen - dafür kennen wir aber nur wenige, die derart produktorientiert kochen und die natürlichen Aromen so gewinnbringend herausarbeiten wie Hubert Retzbach.") und das Parkrestaurant in Brenners Park-Hotel in Baden-Baden ("Andreas Krolik und seine Brigade würzen und aromatisieren kräftig, finden aber stets das rechte Maß, so dass sich, trotz willkommener Kontraste, am Gaumen alles rund und harmonisch präsentiert. So auch die ausgefeilte Haptik aller Gerichte, bei denen jede Komponente wohl durchdacht und optimal proportioniert erscheint."). Mit der Hochstufung des Hirschen in Sulzburg, wo Douce Steiner nach längerer Übergangsphase nun ganz offiziell und endgültig das Küchenzepter vom Vater übernommen hat, kocht erstmals eine Frau unter den besten Zehn. "Die Küche im Hirschen bietet weitestgehend ganz klassisch-französische Kochkunst, die aber - und das ist das Besondere - in keiner Weise altbacken daherkommt. Schon Altmeister Hans-Paul Steiner bot, trotz traditioneller Basis, zeitgemäßes Raffinement und auch Tochter Douce scheint diesen Weg konsequent und unbeirrt weiter zu gehen".

Raubs Restaurant abgestuft -
Lothar Eiermanns Wald- & Schlosshotel wieder höher bewertet

Um einen halben Zähler auf nunmehr 8,5 Pfannen abgestuft wurde die Küche von Wolfgang Raub (Raubs Restaurant, Kuppenheim), der zwar höchste Qualität bei den Grundprodukten und viel Kreativität bei der Zubereitung bescheinigt wird, die allerdings auch handwerkliche Unebenheiten erkennen lässt. Wie im letzten Jahr mit 8,5 Pfannen bewertet: Zum Hirschen in Fellbach ("Nicht nur die schwindelerregenden Preise beeindrucken hier zutiefst, sondern auch die technische Brillanz der Kreationen"), das Colombi in Freiburg ("Aufwendig und verspielt arrangierte Kreationen wie Oktopuscarpaccio im Limonengelée mit Zweierlei vom Thunfisch und Kapern- Olivensalsa oder gebackener Auberginencanellono auf Avocadosalat mit Tomatentörtchen und Ziegenfrischkäse-Aioli."), das italienische Restaurant Da Gianni in Mannheim (Es sind eher die leisen, auf Harmonie bedachten Töne der meist hocharomatischen Gerichte, die hier den geneigten Gast faszinieren. Ohne aufwendiges Blendwerk und übermäßig kreative Akzente gelingt es Küchenchef Wolfgang Staudenmaier den Viktualien des Mittelmeerraumes ein absolutes Maximum an Geschmack zu entlocken.") und Flohrs Restaurant in Singen (Wenngleich sich die Küche stilistisch nicht festlegen lässt, finden wir nach wie vor und mehr denn je, dass sie sich ganz besonders durch die verfeinerten Regionalika auszeichnet. Für deftige Schmankerl auf Feinschmeckerniveau hat Flohr schon ein ganz besonderes
Händchen!"). Wieder aufgestiegen ist das Gourmetrestaurant von Altmeister Lothar Eiermann im Wald- & Schlosshotel Friedrichsruhe bei Oehringen ("Die Küche versucht zwar hier und da auch moderne Akzente zu setzen - ihre wahren Stärken beweist sie indes eindrucksvoll mit konservativer Klassik, die sie nahezu in Bestform präsentiert.").

Weitere wichtige Aufsteiger und Neueinsteiger

Auf 8 Pfannen hoch ging es für Armin Röttele, Schloss Neuweier in Baden-Baden ("Von Jahr zu Jahr immer noch ein wenig perfektionistischer. Die elegante und wohlproportionierte Italianità bietet ein willkommenes Kontrastprogramm zur meist frankreichlastigen Hochküche dieser Gegend".), Villa Hammerschmiede in Pfinztal (Patrick Spieß hat nun als neuer Küchenchef am Herd das Sagen - so filigran, elegant und ausbalanciert erlebten wir die Küche lange nicht".), Rebers Pflug in Schwäbisch Hall "Scheinbar beflügelt vom neuen Restaurant und der völlig neuen Küche kochen Hans-Harald Reber und seine Brigade in jüngster Zeit begeisternd und noch perfektionistischer auf...".) und das Gewölberestaurant Laurentius in Weikersheim ("In erster Linie werden die zahlreich vorhandenen Spitzenprodukte der Region berücksichtigt, die mit größter Sorgfalt und einiger Originalität zubereitet werden. Nicht Kreativität um jeden Preis, sondern zunächst mal in sich stimmige Liaisons aus Viktualien, die zweifelsfrei für einander geschaffen sind.")

Die höchsten Neueinsteiger sind mit 7,5 Pfannen Strifflers Herrenküferei in Markgröningen ("Die Küche ist stark regionalverbunden, kommt aber mit viel weltläufigem Esprit daher. Matthias Strifflers Kreationen sind nicht abgehoben oder manieriert, bieten aber einfallsreiche Gaumenfreuden auf hohem handwerklichen Niveau".), s'Herrehus in Freiburg ("Der junge Küchenchef Oliver Rausch setzt dem eleganten, etwas aristokratisch anmutenden Rahmen sehr gekonnt kreative Akzente entgegen. Ganz locker und unkonventionell, aber stets geschmackssicher und handwerklich fundiert, bereitet der ambitionierte Cuisinier seine Kreationen aus guten Produkten und fühlt sich dabei scheinbar keinem bestimmten Genre verpflichtet."). Die von Vorgänger Frank Oehler erkochten 7,5 Pfannen konnte Ralph Knebel, der neue Küchenchef des Erbprinz in Ettlingen, souverän verteidigen ("Sollte Ralph Knebel hier sesshaft werden und künftig nicht mit all zu vielen Nebenschauplätzen außer Haus konfrontiert sein, wird sich der Erbprinz wieder dauerhaft als erste Adresse im Raum Karlsruhe etablieren können...").

Auf 7,5 Pfannen hochgestuft wurden Merkles Rebstock in Endingen ("Gute Köche gibt es in Südbaden viele, jedoch nur wenige bieten eine so kreative und zugleich niveauvolle Küche wie der Jeune Restaurateur Thomas Merkle. Er kocht auf ganz klassischer Basis, aber denkt sich stets interessante, nicht alltägliche Kombinationen aus, die er gekonnt umsetzt."), Malathounis in Kernen-Stetten ("Würden nur mehr Köche hierzulande so individuell kochen wie der gebürtige Grieche Joannis Malathounis, müssten wir nicht ständig über das sogenannte „Gourmet-Allerlei“ lamentieren."), Gottfried in Radolfzell ("Haben wir im letzten Jahr noch über kleinere Unebenheiten bei den Gerichten gemäkelt, wenn das Restaurant voll besetzt und die Küche entsprechend ausgelastet war, hatten wir heuer, selbst bei full house, nur Erfreuliches festzustellen. Und auch unsere Leserschaft schwärmt in höchsten Tönen...") sowie das Restaurant Wielandshöhe in Stuttgart von Fernsehkoch Vincent Klink ("Was die Gesamtqualität der Küche angeht, waren wir schon lange nicht mehr so begeistert wie in jüngster Zeit. Es scheint sich positiv bemerkbar zu machen, dass Vincent Klink seit Anfang 2008 mit Helmut Schulz - ehemals Waldhorn, Bebenhausen - jemanden zur Seite hat, der jede Menge Erfahrung und Know how mitbringt und der Küche wieder zu mehr Kontinuität verhilft.").

Weitere Informationen zum Thema Kochen.
http://www.blogigo.de/Kochen
http://kochen.livejournal.com/
http://www.blurty.com/users/kochen/
http://kochen.ebloggy.com/

April 11

Die Küche als neues Wohnzentrum

(openPR) - Früher waren Küchen klein und funktional. Mittlerweile werden sie deutlich aufgewertet und entwickeln sich zum neuen Lebensmittelpunkt. So wird aus Nutzraum ein Wohnraum.

Zahllose Profiköche schwingen derzeit als neue TV-Stars im Fernsehen den Kochlöffel. Der Trend überträgt sich auch an den heimischen Herd: Kochen ist mehr als die Zubereitung des Essens, es wird inzwischen als Freizeitgestaltung gesehen. Parallel dazu wird die Küche aufgewertet und erhält als neuer Lebensmittelpunkt zunehmend mehr Platz eingeräumt. Die moderne Wohnküche ist geräumig, die Schlauchform weicht einem idealerweise quadratischen Grundriss, beobachtet das Immobilienportal Immowelt.de.

Insbesondere offene Wohn-, Ess- und Kochbereiche mit frei im Raum stehenden Arbeitsinseln sind ein Trend, der sich weiter durchsetzen wird. Denn diese von allen Seiten zugänglichen Küchentheken verkürzen die Wege, vergrößern Arbeitsfläche wie Stauraum und erhöhen die Geselligkeit. Eines besonders großen Raumes bedarf es für diese Raumteiler nicht unbedingt. Küchenspezialisten zufolge reicht bei einem günstigen, eher quadratischen Grundriss eine Größe ab 16 Quadratmetern, berichtet das Immobilienportal Immowelt.de.


Auch ergonomische Gesichtspunkte werden zunehmend berücksichtigt. Backöfen oder Mikrowellen werden immer häufiger in Augenhöhe platziert, so dass bei der Benutzung der Rücken geschont wird. Parallel werden die gesamten Arbeitsflächen höher gesetzt. Die Oberschränke werden zunehmend mit Schwenk- oder Lifttüren ausgestattet, die sich nach oben öffnen. So können sie offen stehen, ohne dass der Koch sich gleich den Kopf stößt.

Weitere interessante Blogs mit Thema Kochen:
http://www.blogigo.de/Kochen
http://kochen.livejournal.com/
http://www.blurty.com/users/kochen/
http://www.wein-lexikon.com/

April 10

Kochen - Kochbuch - Rezepte - Hauptgerichte

Rezepte - Kochrezepte zum nachkochen oder backen. In der Kochkunst ist das Rezept eine Anleitung oder Vorschrift, die bestimmt, welche Zutaten nach bestimmten Verfahren zusammengegeben werden, um eine bestimmte Speise zuzubereiten. Dieses ist zumeist in Zutatenliste und Verfahrensanweisung aufgeteilt. Siehe dazu auch Kochrezept. Ein Kochrezept ist eine programmatische Anweisung (Rezept) zur Zubereitung eines bestimmten Gerichts. Kochrezepte sind schon durch Kochbücher aus vorchristlicher Zeit überliefert, die ältesten aus Indien, China und Griechenland. Lange Zeit enthielten Kochrezepte zwar Angaben zu den Zutaten und ihrer Zubereitung, aber keine Mengen-, Temperatur- und Zeitangaben. Zum einen gab es noch kein einheitliches Maßsystem und zum anderen waren sie vorwiegend an erfahrene Köchinnen und Köche gerichtet, die auch nach ungenauen Angaben Gerichte zubereiten konnten. Heute werden die meisten Kochrezepte meist als detaillierte "Gebrauchsanleitung" mit genauen Mengenangaben veröffentlicht. Für Mengenangaben haben sich bei Kochrezepten unterschiedliche, mehr oder weniger präzise Einheiten und Maßsysteme erhalten, teils aus praktischen Gründen (z.B. Prise statt 0,x Gramm), teils aus regionaler Tradition. Besonders die "praktischen Kücheneinheiten" wie Tasse, Esslöffel, Eischwer usw. können problematisch sein, da solche Alltagsgegenstände in verschiedenen Ländern ganz unterschiedlich dimensioniert sind. Die Übertragung beispielsweise US-amerikanischer oder britischer Backrezepte auf mitteleuropäische Verhältnisse ist deshalb nicht ganz einfach. Die meisten Rezepte können mehr oder weniger frei interpretiert werden – die Gerichte erhalten dadurch eine persönliche Note. Die Mengenproportionen von Backrezepten sollten allerdings möglichst exakt eingehalten werden, da schon kleinere Ungenauigkeiten die Qualität des Ergebnisses beeinträchtigen können. In Kochbüchern wird die Zubereitung von Speisen in Rezepten beschrieben. Man kann sie grob in drei Kategorien unterteilen: Nüchterne, ausführliche Rezeptsammlungen für Berufsköche Lehrbücher mit Standardrezepten für Anfänger, die auch allgemein in Küchentechniken einführen und Warenkunde bieten („Schulkochbücher“) Bücher für Hobbyköche, die in der Regel üppig illustriert sind und anekdotisch auf Zutaten und Esskultur eingehen Der Begriff „Rezept“ für die Kochanweisung weist auf die Verbindung zwischen Heilkunst und Ernährung hin. Auch in der chemischen Industrie steht „Rezeptur“ für eine Liste chemischer Stoffe, die zur Bereitung eines anderen chemischen Stoffes benötigt werden. So schrieben Ärzte im alten Griechenland nicht nur Rezepte für Medikamente, sondern auch für Gerichte (Diät). Geschichte der Kochrezepte Altertum Die ältesten Kochbücher kommen aus dem Orient. Das früheste bekannte indische ist das „Vasavarajeyam“, das in altem Sanskrit abgefasst ist und bis zu 3500 Jahre alt sein könnte. Die chinesischen „Aufzeichnungen über die Etikette“ (Li-Chi oder Buch der Riten) entstanden 500 bis 100 vor Christus und enthalten außer detaillierten Schilderungen von Menüs und Gerichten auch Rezepte wie die „Acht Köstlichkeiten“, die zum Teil heute noch auf der Speisekarte von chinesischen Restaurants stehen. Aus der Zeitwende stammt das römische „Kochbuch des Apicius“. Es ist bis heute überliefert und war noch im Mittelalter die beliebteste Rezeptsammlung in der damals bekannten europäischen Welt. Apicius galt als reicher Mann, der das gute Leben schätzte und sich umgebracht haben soll, als sein Vermögen nicht mehr zur Aufrechterhaltung seines gewohnt luxuriösen Lebensstils ausreichte. Ein Koch Namens Caelius hat dann wohl dieses Kochbuch verfasst und den berühmten Namen genutzt. Mittelalter Deutsche handschriftliche Fixierungen von Rezepten im Mittelalter sind selten – nicht nur, weil Pergament ein zu teurer Rohstoff für solche relativ profanen Zwecke war, sondern auch schlicht deswegen, weil Köche damals für gewöhnlich weder schreiben noch lesen konnten und somit auch kein Bedarf für solche Bücher bestand. In Klöstern und Adelshöfen wurden dennoch Rezeptsammlungen angelegt. Es handelt sich dabei aber eher um außergewöhnliche Rezepturen und Fastenspeisen. Die mittelalterliche deutsche Küche trachtete dabei eher auf die Verfremdung des Geschmacks mit Hilfe mannigfaltiger Gewürze. Die ältesten noch vorhandenen deutschen Aufzeichnungen sind eher zufällig zusammengekommene Rezeptsammlungen, welche Spezialkapitel von breiter angelegten, vor allem medizinischen, Sammlungen, bildeten. So das Würzburger Kochbuch „daz buch von guter spîse“, dessen erster Teil um 1350 entstand und somit als das älteste deutsche Kochbuch gelten kann. In der arabischen Welt standen während der Abassidenzeit (750–1258) Köche in hohem Ansehen. Aus dieser Zeit ist auch die älteste arabische Rezeptsammlung überliefert, das „Kitab al Tabikh wah Islah al-Aghdhiyah al-Ma 'Kulat“. Sie soll u. a. Rezepte vom Bruder des Kalifen Harun al-Rashid enthalten. Renaissance In der Renaissance und mit der Entstehung des Bürgertums wurde damit begonnen, einfachere, bürgerliche Gerichte niederzuschreiben. Mit „bürgerlich“ war damals aber noch das wohlhabende Bürgertum gemeint, das in Kontakt mit Königen und Grafen stand. Eines der ersten bürgerlichen Kochbücher ist der „Viandier“ aus dem 13. Jahrhundert, von dem in den folgenden Jahrhunderten viele Rezepte übernommen wurden. 1475 erschien „De Honesta Voluptate“ („Von der anständigen Wollüstigkeit“), das eher ein Haushaltsbuch war. Verfasser war Bartolomeo Sacchi, Verwalter der päpstlichen Bibliothek. Von einem französischem Autor ins Lateinische übersetzt und bearbeitet wurde daraus der erste Kochbuch-Bestseller der Renaissance: Bis Mitte des 16. Jahrhunderts wurden mindestens 16 Auflagen gedruckt. In einer Basler Handschrift von ca. 1460 blieb die Rezeptsammlung des „Meisters Hannsen, des von Wirtenberg Koch“, erhalten. Es handelt sich dabei wohl um eine Abschrift einer älteren Rezeptsammlung. Die Angaben wurden in jener Zeit eher knapp gehalten. Mengen-, Temperatur und Zeitangaben fehlten zumeist ganz, da sie für erfahrene Köche geschrieben wurden, die auch nach ungenauen Angaben Gerichte zubereiten konnten. Das erste gedruckte deutsche Kochbuch ist die „Kuchen maysterey“, gedruckt 1485 von Peter Wagner in Nürnberg. Das erfolgreiche Buch enthält wie vorige Sammlungen Rezepte für die feine Küche. Nachdrucke mit geringen Änderungen und teilweise anderem Titel konnten bis 1674 nachgewiesen werden. Nachfolgend wurden sehr viele Kochbücher gedruckt, die sich sehr stark an Peter Wagner anlehnten. Selbständiger war die 1581 von Meister Sebastian in Frankfurt herausgegebene „Koch- und Kellermeisterei“. Immer wieder gingen Kochbücher über die pure Rezeptangabe hinaus: Sie reichten von Ratschlägen zur gesunden Ernährung und Berichten von Königshöfen bis hin zur literarischen Form des Dialogs zweier Köchinnen (wie in einem schwedisches Kochbuch von 1644, verfasst von Dietrich Mein). Neuzeit Erst viel später, mit der zunehmenden Alphabetisierung der Bevölkerung im Zuge der Aufklärung kamen Kochbücher für alle auf, wie sie mittlerweile in fast jedem Haushalt zu finden sind. Im 16./17. Jahrhundert gewann in Deutschland die italienische und französische Küche an Bedeutung, wodurch u. a. die Kunst der Sauce eingeführt wurde. Im 18. Jahrhundert wurde zunehmend auf eine Zubereitung Wert gelegt, welche den Rohstoff nicht verfremdet sondern nur noch den Eigengeschmack aufwertet. Es ist daher leichter sich in ein Kochbuch dieser Zeit einzuarbeiten, als eines aus dem 14./15. Jahrhundert. Um 1791 entstand in Stuttgart das von Friederike Luise Löffler, geborene Herbord (1744–1805), geschriebene „Neue Kochbuch“. Eines der wenigen Bücher, die in den Koalitionskriegszeiten von 1792 bis 1815 gegen Napoleon, den Steinkopf-Verlag am Leben erhielten. Zunächst war das Kochbuch in Süddeutschland sehr verbreitet, fand aber immer mehr Beachtung im restlichen deutschen Raum. Es erlebte 38 Auflagen bis ins 20. Jahrhundert hinein. Pseudonyme wie Charlotte Löffler oder A. Löfflerin versuchten den bekannten Namen auszunutzen. Ihre Tochter Henriette Huttenlocher, geborene Löffler (1780–1848), führte die Tradition fort. Sie veröffentlichte 1843 das „Neuste Kochbuch für bürgerliche Haushaltungen“ unter ihren Geburtsnamen Löffler. Dies führte zu einem Gerichtsprozess, der in einem Verbot, zur Verwendung ihres Geburtsnamen endete. Sophie Wilhelmine Scheibler, geborene Koblanck (* 1793), gab ein weiteres wichtiges Kochbuch heraus, das „Allgemeine deutsche Kochbuch für bürgerliche Haushaltungen“. Es erschien 1815 in Berlin, viele Auflagen folgten. Dieses Buch war das wichtigste Konkurrenzprodukt zu den Kochbüchern von Henriette Davidis. Die wohl berühmteste deutsche Kochbuchautorin ist Henriette Davidis (1801–1876), die 1844 das in vielen Auflagen erschienene „Praktische Kochbuch“ im Bielefelder Verlag Velhagen & Klasing herausbrachte. Heute erinnert das Henriette-Davidis-Museum in Wetter-Wengern an die berühmte Köchin. Ihr englisches Pendant Isabella Beeton, bekannt als Mrs Beeton, veröffentlichte 1861 ihr Book of Household Management, das ähnlich wie Davidis' Praktisches Kochbuch eine Vorreiterrolle für zahlreiche weitere Koch- und Haushaltungsbücher einnahm. Viele Auflagen erlebte auch das „Illustrirte Kochbuch“ von Friederike Ritter, welches die zunehmende Bebilderung aufzeigt. Die 20. Auflage entstand 1881 in Dresden. Heute sind Kochbücher mit exakten Mengen- und Temperaturangaben üblich, sie zeigen oft Bild für Bild die Zubereitung aller beschriebenen Gerichte. Infolge der Internationalisierung der Küche durch Tourismus und Einwanderung widmet sich ein großer Teil der populären Kochbücher den Küchen anderer Länder. Zu den Standardwerken der europäischen Küche gehören „Le Cuisinier François“ (1651) von François-Pierre de La Varenne, „L'art de la Cuisine française“ von Marie-Antoine Carême (1833), Das Menue von Otto von Malortie (3. Aufl. 1887/88) und George Auguste Escoffiers „Le Guide culinaire“ (1902). Eher der mittelalterlichen Tradition folgenden kompakten Darstellungsweise für den deutschen Fachkundigen ist das, seit 1907 erscheinende, „Lexikon der Küche“ von Richard Hering. Es bietet sehr viele Rezepturen im Telegrammstil, wobei Mengenangaben zumeist fehlen. Von vielen Köchen wird, trotz oder gerade wegen der starken Strukturierung, die Unübersichtlichkeit bemängelt, wodurch eine gewisse Einarbeitungszeit erforderlich ist. Trotzdem kann man davon ausgehen, dass dieses Werk unter den deutschen Köchen sehr verbreitet ist. Eine noch weitere Verbreitung in Fachkreisen hat das Lehrwerk „Der junge Koch“ von Klinger/Grüner/Metz. Dieses seit 1937 in vielen Auflagen erschienene Fachbuch dürfte fast jeder deutsche gelernte Koch besitzen, da es ein seit zwei Generationen in Berufsschulen verwendetes Standardwerk darstellt. Neben ausführlichen warenkundlichen und allgemeinen verfahrenstechnischen Darstellungen enthält es ein breites Angebot von detailliert beschrieben Standardrezepten. Als Nachschlagewerk für spezielle Rezepte eignet es sich allerdings weniger. Forschung und Sammlung von Rezepten und Kochrezepte Kochbücher sind wichtige Quellen der Volkskunde und der kulturgeschichtlichen Forschung. Einer breiten Öffentlichkeit werden alte Kochbücher in volkskundlichen Museen und in speziellen Kochbuchmuseen näher gebracht.